Archiv für den Monat Juni 2026

Richtiges Lüften bei Hitze in der Stadt

Hitze und Trockenheit dominieren bisher im Jahr 2026 (Symbolbild aus dem Sommer 2022 in Gumpoldskirchen)

Wie man bei Höchstwerten von 35 bis 40 Grad C und Nachttemperaturen um 25 Grad (vor allem in den Städten) richtig lüftet, da scheiden sich die Geister. Der Hausverstand sagt, tagsüber Fenster geschlossen und Hitze draußen halten – zumindest, wenn man sich in der Wohnung aufhält. Der Blick auf das CO2-Messgerät (z.B. ein Aranet4) und das Feuchtemessgerät sagen, dass die Luft schnell stickig wird und Kreislaufprobleme, Konzentrationschwächen drohen, wenn man buchstäblich im eigenen Saft schmort – gerade für ältere Menschen, die ohne dazu neigen, zu wenig zu trinken, riskant.

„An heißen Tagen besteht ein Interessenskonflikt zwischen Hitzeschutz und Innenraumlufthygiene „, sagt Kerstin Effers, Referentin für Umwelt und Gesundheitsschutz bei der Verbraucherzentrale NRW, dem WDR. Wird ein Raum von mehreren Menschen genutzt, „muss unbedingt zwischendurch gelüftet werden“. Ansonsten könne die Kohlendioxid-Konzentration zu stark ansteigen. Differenzierter WDR-Bericht vom 11. Juni 2025

Vom Land rede hier jetzt nicht, denn da kühlt es erstens stärker ab als in der Stadt und zweitens sind fest verbaute Klimaanlagen oder Split-Klimaanlagen in Einfamilienhäusern die Regel bzw. gesetzlich erlaubt. In Mietwohnungen in Österreich sind Split-Klimageräte mit einem mobilen Außengerät genehmigungspflichtig – der Vermieter muss schriftlich informiert werden und Wohnungseigentümer brauchen das Einverständnis aller Miteigentümer. In Wien braucht man zudem die Baubewilligung der MA19 – bezüglich Zulässigkeit einer Montage und Lautstärke-Grenzwerten.

„Die Montage von Split-Klimageräten ist zulässig, wenn sie nicht aus dem öffentlichen Raum (z. B. hinter einer Balkonbrüstung) eingesehen werden können.“

Bei mobilen Klimaanlagen bringt es wenig, den Abluftschlauch einfach aus dem gekippten Fenster zu hängen. Durch den erzeugten Unterdruck zieht es die Außenwärme zurück in die Wohnung und die Effizienz der Klimaanlage nimmt ab. Speziell, wenn die verwendete Fensterfront noch sonnenbeschienen ist. Außerdem sind die Geräte meist zu laut, um daneben zu schlafen oder sich zu erholen. Viele Wohnungen in Wien haben zudem noch eine Gastherme und mit dem Unterdruck durch die Klimaanlage erhöht sich die Gefahr, eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erleiden.

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