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Der Jahrhundertsommer 2026: Eine Zwischenanalyse

Feldbrand am 27. Juni 2026 südlich vom Flughafen Schwechat, ein Tag vor dem neuen Extremwert

Einleitende Worte.

Ältere Semester unter Euch mögen sich noch an den Sommer 1976 erinnern. Das war vor meiner Zeit. Ich wurde in den heißen Sommer 1983 geboren. Damals stellten Roth in Mittelfranken mit 40,2 und Dellach im Drautal (Kärnten) mit 39,7 jeweils am 27. Juli einen neuen Extremwert auf.

Der nächste einschneidende Sommer war 2003. In Mitteleuropa gab es damals tausende Hitzetote. Schon der Mai verlief recht warm mit den ersten 30ern, im Juni gab es sie ständig, dazwischen aber auch markante Kaltlfrontdurchgänge mit deutlicher Abkühlung. Im Juli war zunächst Frankreich betroffen, ab Monatsmitte weitete sich die Hitze auf Benelux, Deutschland, Schweiz und Österreich aus. Auch hier auffallend immer wieder ein paar Tage am Stück mit unter 30 Grad. In der ersten Augusthälfte 2003 wurde der Höhepunkt erreicht mit knapp 40°C im Südwesten von Deutschland. Ich war zu diesem Zeitpunkt am Feldberg (1494m) im Schwarzwald, wo die örtliche Wetterstation knapp 25°C gemessen hatte – das entspricht etwa der 850hPa Temperatur. Davor übernachtete ich ein paar Tage in der Dachgeschosswohnung eines Freundes in Stuttgart. Es hatte 30°C Innentemperatur und ich schlief nur mit einem Handtuch bedeckt am Boden. In der kühlen Kellerwohnung meines Bruders war es hingegen auszuhalten. Ende August war die Hitzewelle dann endgültig ausgestanden.

Extremwerte in Mitteleuropa gab es am 27. Juli 1983, am 08. August 2003, am 08. August 2013 und am 08. August 2015, ebenso am 25. Juli 2019 – nicht zufällig fällt die größte Hitze in die „Hundstage“ (23. Juli bis 23. August). Die neuen Hitzeextremwerte vom Sommer 2026 von Ende Juni stellen damit eine Zäsur dar. 40 Grad schon im Juni schienen lange undenkbar. But here we are …

Für eine strukturierte Analyse fehlt mir die Zeit, dennoch möchte ich meine Gedanken hier niederschreiben, soweit ich mir bisher Notizen gemacht habe. Dieses Ereignis ist zu groß, um einfach darüber weggehen zu können.

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