Archiv für den Monat Juli 2016

Der Wiener Lurcheffekt

Beispiele für den „Wiener Lurcheffekt“ aus den Jahren 2016 und 2024

In Österreich verwendet man Lurch ugs. für „Ansammlung von Hausstaub“, „unter den Möbeln liegt der Lurch“, in Deutschland Staub- oder Wollmaus genannt. Jedenfalls etwas, das man nicht haben will, das zuwider ist. Ein befreundeter oberösterreichischer Meteorologe, der lange in Wien gelebt hat, assoziierte damit die Nachteile der Großstadt: Dreck, Staub, Lärm, Verkehr, dichte Bebauung. Daraus entstand die Wortkreation „Wiener Lurcheffekt“ – die Situation, wenn Gewitter aus allen erdenklichen Gründen die Hauptstadt meiden wie der Teufel das Weihwasser, als ob sie die Großstadt abstoßender finden würden als die ländliche Umgebung.

Das erste Mal erwähnte ich hier den Wiener Lurcheffekt am 27. Juli 2016. Dieser Beitrag findet dank diverser Verlinkungen auf Social Media bis heute große Reichweite, wenn man nach „Lurcheffekt“ sucht. Nach rund zehn Jahren kann ich den Beitrag mit ein paar Beispielen aufdröseln und entsprechend anschaulicher machen. Manche beschriebene Wetterlagen scheinen zugleich seitdem deutlich seltener geworden zu sein – in meinen Augen bereits erste Auswirkungen der Klimaerwärmung.

zweites Update, 18. Juli 2026

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