
Wie von mir erwartet, haben die Zweifler und Leugner der menschengemachten Erderwärmung mit dem Wintereinbruch zu Dezemberbeginn Hochkonjunktur. Dauerfrost und Starkschneefall würden also gegen die Erwärmung sprechen, nachdem der September und Oktober jeweils historisch zu warm ausgefallen sind, und zwar nahezu weltweit, nicht nur in Österreich oder Deutschland. Das ist mitnichten richtig! So kalt und schneereich es derzeit in Mitteleuropa ist, so rekordwarm ist es im Mittelmeerraum und am Balkan!
Präzisierung, um Missverständnissen vorzubeugen:
Die Großwetterlage selbst ist in den letzten 10 Jahren selten geworden, aber für sich genommen kein Indiz für die Erderwärmung. Auch Starkschneefälle sind für sich kein Beleg. Aber: Die einbezogene Warmluftzufuhr in die Tiefdruckentwicklung war noch nie so warm, und dadurch steigt auch die spezifische Feuchte, was im Trend der letzten 40 Jahre liegt. Hohe spezifische Feuchte in der -10°C bis -20°C-Schicht begünstigt Starkschneefälle.
