Hydrologie

Mit Hydrologie hab ich mich immer hobby-mäßig beschäft, da ich am Main, einem großen Nebenfluss des Rheins, aufgewachsen bin.

Völlig neu war die Erfahrung eines Hochwassers an einem Gebirgsfluss, das Innhochwasser im August 2005. Innerhalb eines Tages stieg der Pegelstand über 3m an und schwappte teilweise über die Ufer. Die Unterschiede zwischen einem Mittelgebirgs- und einem Alpenfluss sind markant: Während die Scheitelwelle am Main durchschnittlich eine Woche bis zur Mündung braucht, sind es am Inn nicht einmal sechsunddreißig Stunden. Ebenfalls von Interesse und Ehrfurcht zugleich waren für mich die beiden Elbe-Hochwasser im August 2002 und März 2006, sowie das Pfingsthochwasser 1999. Das Jahrtausendhochwasser an der Donau im Juni 2013 verpasste ich gänzlich, weil ich zu der Zeit auf einer Unwetterkonferenz in Helsinki verweilte. Das letzte aktuelle Hochwassereignis fand Ende Oktober 2018 in Norditalien, Südtirol, Osttirol und Kärnten statt, wo intensiver Südstau mit verbreitet 300-600, lokal 850 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 72 Stunden für Rekordwasserstände sorgte.

Zu mehreren Hochwasser-Ereignissen in den letzten Jahren habe ich bereits Fallstudien hier am Blog verfasst:

Jahrtausendhochwasser im September 2024

(eine kompakte Zusammenfassung der Ereignisse vom September 2024 ist in Vorbereitung)

Konvektive Starkregen-Ereignisse (Flashflood)

Daneben sind auch kleinräumige Hochwasserereignisse möglich, wenn Schauer- und Gewitterzellen bzw. große Gewittercluster stationär bleiben.