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Über Forscher

Selbsthilfe und Hobby auf mehreren Blogs verteilt.

Musk/Trump startet Zerstörung der NOAA

Quelle: Chase Cain, NBC

(Wenn man Inhalte der NOAA Webseite behalten will, sollte man jetzt speichern, betrifft auch andere Seiten, die sich mit Klima beschäftigen)

Dieser Blog läuft auf einem amerikanischen Server und viele Beiträge wurden über die Klimaerwärmung geschrieben.

Die USA sind nun leider eine Diktatur und Klimaerwärmung und Klimawandel werden aus dem Vokabular des amtierenden Regimes gestrichen.

Projekt 2025 sieht vor, die Klimaforschung auszulöschen. Damit wurde gerade begonnen.

Der Blog und seine Inhalte wurden gesichert. Davon abgesehen interessiert die Klimaerwärmung nicht, ob die Erdbewohner daran glauben oder alles zensieren. Sie wird so oder so kommen.

Leewellen und Wiener Wirbelphänomen

27. Jänner 2025, 14.15 Lokalzeit (RGB-Luftmasse)

Heute ist der 17. Jahrestag von Orkan PAULA, der für schwere Sturmschäden in Teilen von Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten sorgte. Ursache für die verbreiteten Orkanböen war eine Warmfront aus Nordwest, deren Niederschläge in extrem trockene Luft unter vorherigem Hochdruckeinfluss fielen (= Verdunstungskälte). Eine Fallstudie zum Ereignis ist am 11. Jahrestag auf meinem Blog erschienen.

Was könnte da würdiger sein als ein okkludierter Sturmwirbel über den Britischen Inseln, mit kleinräumigen Randtief über der Nordsee, wie im Satellitenbild oben am frühen Nachmittag zu sehen. Hochreichend konvektive Bewölkung erstreckt sich von der Biskaya über Frankreich bis Norddeutschland. Der Alpenraum liegt in frühlingshafter Luftmasse, mit Föhneinfluss werden bis zu 18°C gemessen.

Die interessanten Wellenphänomene gibt es aufgrund der südwestlichen Höhenströmung dieses Mal vor allem im Südosten der Alpen:

Sichtbarer Kanal, neue Wettersatellitengeneration, 14 Uhr Lokalzeit (Kachelmannwetter)

Dabei treten sowohl Leewellen unterhalb einer Inversion in rund 7000ft amsl (2100m) auf, die die typischen Bänke bilden, als auch hochreichende Gebirgswellen im Lee der Dinariden bzw. der Fortsetzung zum slowenischen Bergland.

Besonders ausgeprägt ist hier die Koralpenwelle, die sich hochreichend fortsetzt.

Koralpe-Leewelle um 14.40 Uhr Lokalzeit

Die Cloud Top Minimum Temperature beträgt hier -47°C – das entspricht etwa 9km Höhe! (Cirrus-Niveau).

Wiener Lokalphänomen: „Vortex Vindobonensis“

Windspitzen (in Kt) um 13.30 Uhr Lokalzeit

Mit der südwestlichen Strömung über den Alpenostrand bilden sich gerne lokale Leetiefs, die zu einer gegenläufigen Bodenströmung führen. Hier lag ein Bodentief östlich von Wien mit Winden gegen den Uhrzeugersinn. Dazu herrscht die charakteristische Luftmassenverteilung mit milden 10-14°C bei südlichen Winden und 5-9°C bei nordwestlichen Winden. Eine ausführliche Erklärung gibt es von Meteorologe Georg Pistotnik (GeoSphere).

Rapide Zyklogenese mit Orkantief Éowyn bei Irland

RGB-Satellitenbild vom 23. Jänner 2025, 11.15 UTC (CHMI.cz), mit Warm Conveyor Belt, Jetfasern, bent-back Okklusion und breitem Warmfrontbereich.

Orkantief Eowyn (in Deutschland: Gilles) hatte heute Nacht (00 UTC) einen Kerndruck von rund 995hPa auf dem Nordatlantik vor Neufundland und soll bis innerhalb von 24 stunden um 53hPa auf 942hPa vertiefen, das ist mehr als der doppelte Druckfall, der für die Definition rapide Zyklogenese notwendig ist. Der tiefste Kerndruck soll mit rund 940 hPa (+/- 5 hPa) knapp nördlich von Irland liegen. Einzelne Modelle wie etwa das ARPEGE rechnen Windspitzen bis 220 km/h westlich von Irland. Im Binnenland wären es immer noch über 150 km/h.

  • Mit 940,1hPa in Belmullet war es der tiefste Luftdruck in Irland seit dem 26.01.1884.
  • 26.01.1884: 936,6 hPa in Sligo, Irland (Jänner-Rekord) und 925,6hPa in Ochtertyre, UK (Allzeitrekord)
  • Deutschland-Rekord: 954,4hPa in Emden am 27.11.1983

Gray and Volonté, Why meteorologists are comparing Storm Éowyn to a bomb (24.01.25)

Wenig überraschend hat auch bei diesem Sturm die Klimaerwärmung ihre Hände im Spiel:

„The storm started as a Diabatic Rossby Wave (DRW), which was fuelled by latent energy from very moist air over much too warm sea surfaces. Climate change appears to increase the frequency of rapid cyclogenesis and cyclones with sting jets.“

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Rest in peace, Chuck Doswell!

Source: flame.org/~cdoswell

In the late evening of the 18th January I read the saddening news on Bluesky that Charles A. Doswell III has died in the age of 79 years. Doswell played an important role researching the basics of severe thunderstorms, supercell storms and tornadoes. I did not stand close to him and I had not have any contact or attended his talks or workshops in the last ten years. I did however take part in his one-day convective forecast workshop in October 2011, during the European Conference on Severe Storms (ECSS) in Palma de Mallorca. Doswell has been one of the old school guys who put much emphasis on haptic learning. We used large prints of surface weather charts to determine frontal systems or other boundaries to get a feeling for where convective weather could take place. Nothing like this was or is used anymore in European weather services, especially not at the private weather service where I was working at this time. Nevertheless I was taught the ingredients-based methodology going far beyond the index-based methodology which was sometimes overly present in this period. Doswell was the lead author with two other authorities in this area, Brooks and Maddox, of a famous paper about ingredients for flash floods (Doswell et al. 1996).

„The concept of ingredients-based forecasting is discussed as it might apply to a broader spectrum of forecast events than just flash flood forecasting.“

And it did! The concept has been extended to severe convective weather forecasting where it is now a standard forecasting procedure, at least for forecasters who excel their job wholeheartedly. Instead of relying only on cape, showalter, significant tornado parameter or other multiple-variable indices, he emphasized the overlap of moisture, instability and lift for deep moist convection, and wind shear for organized convection including mesocyclones.

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Fallstudie: Sturmtief Charly knackt Rekorde

Sturmtief CHARLY um Mitternacht mit ausgeprägter Kaltfront (Quelle: Luftmassen-RGB von Kachelmannwetter)

Am Donnerstag, 09. Jänner 2025 entwickelte sich über Frankreich und Benelux ein kleinräumiges, aber intensives Sturmtief, das in der Nacht auf Freitag, 10. Jänner, mit einer gewittrigen Kaltfront durchzog. Am Abend erfasste das Sturmfeld auch den Nordalpenraum, wo verbreitet Monats- und sogar Allzeitrekorde gefallen sind. Der synoptische Ablauf verdient natürlich eine genauere Betrachtung. Das Titelbild suggeriert bereits markante Dynamik mit einem sehr steilen Trog, der left-exit region über Österreich, der gerippten Kaltfrontstruktur mit eingebetteten Gewittern und deutlich gesunkenenen Wolkenobergrenzen der Okklusionsfront durch die Überströmung mit der Stratosphärenluft. Dazu kam noch ein starker frontrückseitiger Druckanstieg und Temperatursturz.

Die Bilanz:

  • Klosterwappen (NÖ): 175 km/h
  • Hochwechsel (NÖ) 155 km/h
  • Rax-Bergstation (NÖ) 151 km/h (Allzeit-Rekord)
  • Wien-Jubiläumswarte 139 km/h (Allzeitrekord)
  • Buchbergwarte (NÖ) 137 km/h (Monatsrekord)
  • Hennesteck (1334m, NÖ): 135 km/h (Lawis)
  • Feuerkogel (OÖ): 135 km/h
  • Wien-Arsenalturm 124 km/h
  • Wiener Neustadt (NÖ) 112 km/h
  • Wien-Hohe Warte, City und Unterlaa 108 km/h
  • Rohrspitz (Bodensee, V): 107 km/h
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