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11. Jahrestag von Orkan „Paula“

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Bodendruck und Luftmassen (grün warm, blau kalt) am 25. und 27.01.2008 jeweils am Mittag.

Vor genau elf Jahren brauste ein Orkan über die Wälder von Teilen Niederösterreichs, der Steiermark und Kärntens und veränderte deren Antlitz dauerhaft. Über sechs Millionen Festmeter Holz (rund 0,6% vom gesamten Bestand in Österreich) wurden nach Schätzungen geschlagen – zum Vergleich, der Föhnorkan Ende Oktober 2018 forderte in Kärnten eine Million. Forstexperten sprachen von den schwersten Waldschäden seit dem Zweiten Weltkrieg. Zudem waren vorübergehend über 100 000 Haushalte ohne Strom, alleine in der Steiermark waren 750 Stromleitungen unterbrochen, über 4500 Feuerwehren im Einsatz. Versicherungsschäden in der Höhe von 90 Millionen Euro wurden registriert. Während der Sturm selbst mit 20 Verletzten vergleichsweise glimpflich abzog, sorgten die Aufräumungsarbeiten für viele Todesopfer und Schwerverletzte. Entgegen Medienberichten wie im ORF oder in der Ausgabe der „Presse“-Zeitung vom 28. Jänner 2008 handelte es sich weder um ein Sturmtief noch um eines mit dem Namen „Paula“, wie etwa in den Nachrichten und in Feuerwehrkreisen immer wieder zu hören war. Auch zog es nicht von der Ukraine über Polen nach Westen, sondern es handelte sich um eine viel kleinräumigere Störung zwei Tage nach dem Durchzug von PAULA. Das ist in Punkto Ursachenforschung deshalb so wichtig, weil sich dadurch ein Vergleich von PAULA mit Orkan KYRILL (18.01.2007) oder EMMA (01.03.2008) oder auch HERWART (23.10.2017) nicht ziehen lässt, das sind Äpfel und Birnen! Weiterlesen →

Gewitter am Heiligen Morgen

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RGB-Satellitenbild von EUMETSAT am 25.12.2018, 04 Uhr MEZ

So mancher Bewohner am Alpennordrand wurde am Morgen des Heiligen Abends unsanft aus dem Schlaf gerissen. Ich hatte das Fenster offen und reagierte eher geistesgegenwärtig, als ich es draußen klappern hörte und sofort hellwach war. Plötzlich tat es einen Knall, ein greller Blitz und lautes Donnergrollen. Dazu schwere Sturmböen und Starkregen wie bei einem sommerlichen Gewitter. Das Gewitter dauerte etwa zwanzig Minuten, der Sturm war nach wenigen Minuten vorbei.  Gegen Ende mischten sich Schneeflocken zum Regen hinzu. Nach Tief VAIA (29/30.10.18) und Sturmtief FABIENNE (23.9.18) war die Kaltfront von Sturmtief TETE das eindrucksvollste Wettereignis der letzten drei Monate. Entlang der Nordalpen führten die Bäche und kleineren Flüsse aufgrund von Starkregen und Schneeschmelze verbreitet ein 1-5jähriges Hochwasser, zudem kam es zu Murenabgängen (Vorarlberg, Allgäu). Weiterlesen →

Friederike: Produkt des Klimawandels?

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Sturm FRIEDERIKE zog am 18. Jänner 2018, dem 11. Jahrestag von Orkan KYRILL, über Mitteleuropa hinweg und forderte mehrere Tote, die Einstellung des kompletten Fernverkehrs in Deutschlands sowie immense Waldschäden entlang der deutschen Mittelgebirge. Mit einem minimalen Kerndruck von 976 hPa, erreicht um 11.00 Uhr Lokalzeit in Wittmund (Niedersachsen) handelte es sich nicht um ein ungewöhnlich starkes Sturmtief. Die Druckänderungen („der sogenannte isallobarische Druckgradient) waren dennoch beachtlich: In Norddeutschland wurden vor Durchzug des Tiefdruckkerns verbreitet 100er Drucktendenzen (-10 hPa in 3 Stunden) beobachtet, der Druckanstieg brachte es vor allem in Niedersachsen auf 100 bis 140 Zehntel innerhalb 3 Stunden, der Rekordwert stammt von Friesoythe-Altenoythe nahe Oldenburg, mit 15,7 hPa Anstieg bis 16 Uhr Lokalzeit. Weiterlesen →