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Selbsthilfe und Hobby auf mehreren Blogs verteilt.

Klimanotstand: Gute und schlechte Argumente (Falter-Dolm der Woche)

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Klassische Vb-Lage: Trajektorie des Höhentiefs vom 20.-24.August 2005 (Alpenhochwasser)

„Bei einem Notstand, so der Politiker, gehe es schließlich um Gefahr in Verzug. Und man kann sich denken, welche Bilder in Langs Kopf auftauchen: Überschwemmungen, Murenabgänge, Menschen in Schlauchbooten, Wetterkapriolen. Es sind genau solche Situationen, die das aus dem Takt gekommene Klima bedingt.“ (Falter 32/19, S.10)

Klima beschreibt einen längeren Zeitraum (mindestens eine Dekade, im Schnitt betrachtet man 30 Jahre), während Wetter ein kurzer Zeitabschnitt umfasst (Minuten bis wenige Tage). Witterung liegt dazwischen mit mehreren Tagen bis Wochen, z.b. gekennzeichnet durch bestimmte Wetterlagentypen oder Jahreszeiten. Weiterlesen →

Mit dem Paragleiter ins Gewitter (19.07.19)

Der ORF berichtet (abgerufen am 31.07., 19.35 Uhr) derzeit von einem Paragleiter-Piloten, der am 19. Juli 2019 von einer Gewitterwolke 6500 Meter weit in die Höhe gerissen wurde und später glimpflich notlanden konnte.

„Ich bin mit Freunden am Schöckl gestartet. Wir sind bis Bruck an der Mur geflogen, dort war das Wetter nicht mehr schön und wir sind zurückgeflogen und haben gesehen, dass im Burgenland schönstes Wetter ist. Plötzlich sehe ich auf der rechten Seite eine große Wolke über Oberwart. Ich habe versucht sie südlich zu umfliegen, im schönen Sonnenschein, das hat sich aber als Trugschluss erwiesen, denn dort ist die nächste Gewitterzelle entstanden. Sie hat mich dann innerhalb einer halben Stunde plötzlich auf 6.500 Meter hinaufgezogen“,“

[…] ist seit zwölf Jahren ein begeisterter Paragleiter und absolvierte bereits weit mehr als 3.000 Starts. Ein derartiges Wetterphänomen hat er allerdings noch nie erlebt.

Schauen wir uns einmal an, was da offensichtlich schiefgegangen ist:

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Klimaerwärmung: Wenn der Konjunktiv stirbt.

Die Klimaerwärmung schreitet ja schon viel länger voran, schon seit den 80er Jahren gab es Studien und Langfristprognosen über die Erderwärmung. Es wurde vor den gravierenden Folgen gewarnt. Das Jahr 2019 wird die Wende markieren, die Überschreitung des berüchtigten Kipp-Punkts, ab dem die positive Rückkopplung aller Klimaerwärmungseffekte unaufhaltsam ist.

Das Eine sind die hausgemachten Brandbeschleuniger:

Am 08. Juli 2019 betrug der atmosphärische Kohlendioxidgehalt knapp 414 ppm, ein neuer Rekordwert für die Erde.

Der Grund für den rapiden Anstieg ist bekannt: Die industrielle Revolution, inklusive Verkehr und Kohlekraftwerke, also wir.

Gleichzeitig tun wir alles dafür, bestehende Kohlendioxidspeicher zu reduzieren, der über 500 Millionen Hektar umfassende Regenwald wird weiter abgeholzt, zudem kommt es dort zu einem verstärkten Baumsterben. Weltweit werden rund 2,4 Mrd. Kubiktonnen CO2 vom Wald aufgenommen, ein Viertel davon vom Amazonas-Regenwald (Quelle: https://www.sciencemag.org/news/2015/03/amazon-rainforest-ability-soak-carbon-dioxide-falling). Dazu kommt die Flächenversiegelung und Erosion durch Bau- und Landwirtschaft.

Das ist jetzt alles nichts Neues, jedenfalls für die meisten von uns, die eine Schulbildung genossen und ab und zu mal Dokumentationen im Fernsehen angesehen haben.

Jetzt wirken aber nicht nur die hausgemachten Sünden, sondern Rückkopplungseffekte – die wichtigsten sind …

  1. Schmelzen der Polkappen und Inlandeis
  2. Auftauen vom Permafrost
  3. Großflächige Waldbrände
  4. Erwärmung der Ozeane
  5. Trockenheit und Dürreperioden

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Binsenweisheiten

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Zufuhr afrikanischer Heißluft (inklusive Saharastaub) direkt nach Mitteleuropa (Quelle: wetterzentrale.de)

Der KURIER-Redakteur hat da etwas sehr vereinfacht zusammengefasst …

„Grund für die momentan extreme Hitze ist die warme Luft im östlichen Alpenland.“

Quelle: https://kurier.at/chronik/oesterreich/hitze-noch-nie-wurde-im-sommer-in-wien-so-viel-strom-verbraucht/400535701 (abgerufen am 27.06.19)

Im nächsten Satz klingt das schon besser, kein Wunder, es ist ein direktes Zitat und nicht irgendetwas, was ein Redakteur sich zusammenfabuliert hat.

„Der Wind bringt die warme Luft aus den Bergen in die Städte, wo der Beton diese bis in die Nacht hinein speichert“, erklärt UBIMET-Meteorologe […]

Die heiße Luft wird eigentlich aus Afrika über den Mittelmeerraum bis in den Alpenraum geführt. Die Alpen fungieren wie eine erhöhte Heizplatte und verstärken die Hitze noch. Mit der starken Sonneneinstrahlung Ende Juni wird die Heißluft bis zum Boden herabgemischt. Die sich entwickelnden Talwindsysteme und lokale Föhneffekte können die Heißluftzufuhr noch verstärken.

Der Satz oben ist natürlich Schmafu. Richtig hätte er lauten müssen:

Grund für die momentan extreme Hitze ist eine ausgeprägte Südwestlage mit einem kräftigem Hoch über dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa, mit der extrem heiße Luft nordafrikanischen Ursprungs bis in den Alpenraum gelangen kann.

30.4.19: Tornados in Rumänien so ungewöhnlich?

Ein Tornado hat gestern im Osten von Rumänien einen Reisebus erfasst und Dutzende Meter durch die Luft gewirbelt, ehe er auf ein Feld krachte. Von den 40 Insassen wurden dabei mindestens zwölf verletzt, vier von ihnen schwer, berichteten Medien.

Der Tornado verfehlte anschließend knapp das Dorf Dragalina, deckte jedoch laut Medienberichten einige Dächer ab und entwurzelte Bäume. Angesichts dieses für Rumänien ungewöhnlichen Wetterphänomens warnten Meteorologen vor möglichen weiteren Windhosen, vor allem in der Tiefebene.

 

abgerufen am 01.05.2019, 12.23 MESZ

Dazu gibt es eine Studie von Antonescu & Bell (2014), die die Tornadohäufigkeit zwischen den Jahren 1822 und 2013 untersucht hat. Zwischen 1822 und 1944 wurden 33 Tornados registriert, zwischen 1945 und 1989 nur 7, von 1990 bis 2013 immerhin 89 Tornados. Die meisten traten zwischen Mai (36 Fälle) und Juli auf, am häufigsten im Osten des Landes mit Schwerpunkt Südosten.

Der kürzliche Tornado ereignete sich im Südosten von Rumänien. Weiterlesen →