Archiv der Kategorie: ORF

Blitzschlag: Vermeidbare Todesfälle am Berg

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Gewitterwolke (Symbolbild)

Am vergangenen Sonntag kam es zu einem Todesfall während eines Gewitters am Semmering, Nähe Sonnwendstein (1523m) gegen 15.30 MESZ.

Bereits am Vortag hatte es in der Region heftige Gewitter mit Überschwemmungen gegeben. Gewitter waren seit Tagen für die Region vorhergesagt. Überhaupt zählt das Gebiet zwischen Schneeberg, Wechsel und Fischbacher Alpen zu den gewitterreichsten von Österreich.

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In der Kürze liegt nicht immer die Würze

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Kräftiges Gewitter im Steinfeld am 03. Juni 2020

Die Pandemie ist selbstverständlich nicht vorüber – in vielen Ländern, wo die Schulen wieder geöffnet wurden, steigen die Infektionszahlen wieder. Ebenso gibt es erwartbare Wiederanstiege durch deutliche Lockerungen, etwa mit Gottesdiensten oder Restaurantöffnungen. Die wirtschaftlichen Folgen werden uns noch monate-, eher jahrelang beschäftigen, bevor man überhaupt von einem Ende der Pandemie sprechen kann. Am auffälligsten während dem Lockdown in Mitteleuropa war die anhaltende Trockenheit. Etliche Tage zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen waren sonnig und trocken. Das gesamte Quartal 2020 fiel deutlich zu trocken und zu warm aus. Die Böden staubten Anfang Mai wie sonst am Ende eines trockenen Hitzesommers, viele kleineren Bäche und Flüsse führten Niedrigwasser oder waren sogar ganz ausgetrocknet. Der Neusiedler See hatte den niedrigsten Wasserstand in einem Mai seit Aufzeichnungsbeginn 1965. Im Mai selbst änderte sich die Großwetterlage zu der Konstellation, wie sie jetzt Anfang Juni in wesentlichen Zügen immer noch vorherrscht, mit einem umfangreichen Trog über Mitteleuropa, flankiert von hohem Luftdruck über Westeuropa und Nord- bzw. Osteuropa. Mit durchschnittlich 266 Stunden war der Mai in Großbritannien der sonnigste seit Aufzeichnungsbeginn. In Sibirien war der Mai durchschnittlich zehn Grad wärmer als im Mittel 1981-2010. Im Norden Skandinaviens war das Tauwetter ungewöhnlich heftig, was zu verheerenden Erdrutschen und Hochwasser führte. Bemerkenswert auch die +20,6°C in Lappland bei einer Schneehöhe von 26cm, es gab zwar schon höhere Höchstwerte bei jeglicher Schneelage, aber noch nie bei so viel Schnee. Global gesehen war der Mai noch nie so warm seit Beginn der Aufzeichnungen, darüber kann auch nicht der Fakt hinwegtäuschen, dass er in Österreich letzendlich leicht zu kühl ausfiel, weil wir die meiste Zeit unter Tiefdruckeinfluss standen.

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Sturmtief SABINE

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Durchzug von Sturm SABINE in Wien: Ein laues Lüfterl mit viel Sonnenschein – Donauinsel Höhe Floridsdorfer Brücke am Nachmittag, © Felix W.

Die Intensität des Sturmtiefs und der Ablauf der Kaltfront waren schon vor einer Woche gut prognostiziert, damit steht die Vorhersagequalität den berühmten Vorgängern Emma (01.03.08) und Kyrill (18.01.07) in nichts nach, was aber auch an der Größe des Systems gelegen haben mag. Je größer der Umfang der Tiefdruckgebiete, desto zuverlässiger die Prognose. Auch das Windmaximum im Alpenvorland wurde korrekt prognostiziert, mit 154 km/h in Fürstenzell (Niederbayern) wurde auch im Flachland eine extreme Windböe gemessen (Modellverifikation im Thread von Janek Zimmer, kachelmannwetter.com). Weiterlesen →

Das unvorhersehbare Wetterphänomen

Wetterereignis legte Staßenbahnen lahm

Nichts ging mehr Dienstagfrüh bei einigen Straßenbahnlinien in Graz. Durch ein unvorhersehbares Wettereignis sei es zu vereisten Oberleitungen gekommen, heißt es seitens der Holding Graz. Verspätungen bei den Linien 1, 4 und 6 waren die Folge.

Ein unvorhersehbares Wetterphänomen sei daran Schuld gewesen, sagt der Sprecher der Holding Graz, Gerald Zaczek-Pichler: „Gestern Abend gab es noch Regen bei Plusgraden. In den frühen Morgenstunden, um vier halb fünf hat es angezogen, die Oberleitungen sind gefroren, dann haben wir dieses Problem gehabt. Normalerweise ist es kein Problem, weil wir da vorsorgen im Winter – aber diesmal ist alles zusammengekommen.“

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„Im Winter, also wenn es schneit bei Plusgraden oder knapp über Null und dann in der Nacht gefriert – wir wissen das meteorologisch – dann fahren wir mit Fahrzeugen durch, dass die Oberleitungen nicht gefrieren und dann haben wir dieses Problem nicht oder sehr selten“, so Zaczek-Pichler – die letzte Nacht sei wettertechnisch also eine Ausnahmesituation gewesen.

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Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3025525/

Die Begründung für die Ausfälle muss selbst dem, der die Aussage hier tätigt, hohl vorkommen. Es hat abends durch das vorbeistreifende Adriatief geregnet, nach Mitternacht klarte der Himmel auf, die Temperatur sank in den Frostbereich. Das ist identisch mit Schneefall bei Plusgraden, wenn der feste Niederschlag logischerweise nicht liegenbleibt, sondern schmilzt und später anfriert. Mehr fällt mir dazu ehrlich gesagt gar nicht ein.

Hochwasser und Italientiefs: Fundierte Erklärungen fehlen

Venedig

Der Pegelstand lag mit 187cm nur 7cm unter dem Stand vom 4.11.1966. Insgesamt sind seit Bau des Markusdoms in Venedig nur fünf Hochwässer bekannt, die höher waren, die dritte Flut erreichte vergangenen Freitag nochmals 154cm. Für Acqua Alta muss eine kräftige Südostströmung das Wasser in die Bucht hineindrücken. Der Meeresspiegel steigt vor allem wegen der schmelzenden Polkappen und weil die Ozeane generell wärmer werden. Wärmeres Wasser dehnt sich stärker aus, auch dadurch steigt der Meeresspiegel an. Für den Fall, dass eine kräftige Südostströmung (Scirocco) vorherrscht, fällt das Hochwasser also tendenziell infolge der Klimaerwärmung stärker aus als früher. Nun gibt es aber auch kritische Stimmen, die sagen, dass das Rekordhochwasser in Venedig hausgemacht sei, etwa Petra Reski. Die Lagune wurde für Öltanker und Kreuzfahrtschaffe ausgebaggert, seitdem dringt das Wasser schneller und stärker in Venedig ein. Zudem sinkt Venedig sukzessive ab, weil das Grundwasser abgepumpt wird. Die Hochwasserschleuse MOSE wird seit 13 Jahren gebaut und ist noch nicht fertig, die Schleusentore sind bereits verrottet.

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