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Wurde Xavier vom Klimawandel beeinflusst?

Dritter und hoffentlich letzter Beitrag zu Sturmtief XAVIER vom 5. Oktober 2017.

Ich vernehme in den Sozialen Medien das zunehmende Bedürfnis, Sturmtief XAVIER mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen und sogar in eine Reihe mit den Hurrikanen HARVEY, IRMA, MARIA, etc. zu stellen. Das ist ein Vergleich mit Äpfel und Birnen, auch wenn Hurrikane und XAVIER beide in atlantischem Gewässer entstanden.

Tropenstürme …. entstehen vollkommen anders als Tiefdruckgebiete gemäßigter Breiten:

Für die Entwicklung eines Tropensturms benötigt man …

  • eine Badewanne voll warmen Wassers (ideal: Golf von Mexiko, Karibik, zu klein: Ostsee, Mittelmeer: gerade so ausreichend)
  • geringe oder keine Luftmassenunterschiede (keine Fronten)
  • labile Luftschichtungen, die große Schauer- und Gewittersysteme erzeugen
  • geringer Höhenwind, weil sich sonst der Wirbel am Boden und in der Höhe entkoppeln und das System zerrissen wird
  • Coriolisparameter f > 0: Corioliskraft ist notwendig, damit das Gewittersystem in Drehung versetzt werden kann. Am Äquator entstehen daher keine Tropenstürme.

Für kräftige Tiefdruckgebiete in unseren Breiten benötigt man …

  • große Luftmassengegensätze
  • sehr feuchte und labile Luftmassen (z.B. aus einem ehemaligen Hurrikan heraus entstehend)
  • kräftige Höhenströmung (Jetstream)
  • warmes Ozeanwasser (niedrige statische Stabilität)

Nun könnte man einwenden, dass die Erwärmung der Meeresoberflächen doch auch Sturmtiefs wie XAVIER beeinflusst haben kann. Weiterlesen →

Hurrikan-Entstehung und Gefahr für Europa?

Zu diesem Zeit-Interview mit dem Klimaforscher Levermann (abgerufen: 10.10.16) über Hurrikan Matthew möchte ich gerne ein paar Ergänzungen hinzufügen:

  1. Hurrikan-Entstehung

Ein Hurrikan ist im Grunde genommen nichts anderes als ein riesiges, rotierendes Gewittersystem.

Levermann: Erste Voraussetzung ist ein warmer Ozean ab 26 Grad Celsius Wassertemperatur.

 26 Grad sind keine fixe Untergrenze, entscheidend ist nämlich der vertikale Temperaturunterschied. Die absolute Temperatur hat lediglich Auswirkungen auf die Intensität des Sturms.

Dazu kommen dann Scherwinde; hier bewegen sich die untere Lage in die eine, die obere in die andere Richtung.

Ist für mich unklar, ab wann die Scherwinde hier eine Rolle spielen. Wenn es um das Anfangsstadium geht, existieren zwar schwache Passatwinde, die zur Verdunstung des Ozeanwassers führen, jedoch sollte die Windscherung hier möglichst gering sein, weil sonst die Gewitterwolken zu stark „ventiliert“ werden (zu starke Durchmischung und Abtrocknung). Im späteren Stadium (am Weg zum Hurrikan) strömt die Luft bodennah Richtung Zentrum des Sturms, wird gehoben und am Oberrand des Sturms seitlich wieder hinausbefördert. Dann bewegen sie sich „in der unteren Lage“ hinein, und „in der oberen Lage“ hinaus (auch „In-Up-and-Out-Prinzip“ genannt).

Diese Winde nehmen die Energie des Wassers auf, es bildet sich Wasserdampf, der herumgewirbelt wird und sich – je nach zur Verfügung stehender Energie – verdichtet und zum Wirbelsturm heranwächst.

Im Klartext gesprochen: Wasser verdunstet, es bilden sich Wolken, bei ausreichend Energie hochreichende Gewitterwolken, die sich zum Gewittersystem ausdehnen. Bevor daraus allerdings ein Wirbelsturm wird, fehlt noch eine entscheidende Zutat: die Corioliskraft versetzt das System in Drehung. Mit zunehmender Lebensdauer dominiert die Zentrifugalkraft (gilt für das Auge und die Augenwand).

Die Hälfte der atlantischen Hurrikane entsteht durch große Gewittersysteme, die von Westafrika mit dem Passatwinde aufs offene Meer hinausziehen, die andere Hälfte entsteht in der Karibik. Nach einer gewissen Zeit beginnt die Corioliskraft zu wirken und versetzt das System in Drehung, ein tropischer Sturm entsteht.

ZEIT ONLINE: Werden sie sich auch ausbreiten? Sprich: Gibt es künftig Hurrikane in Europa?

Levermann: Wenn es auf dem hufeisenförmigen Pfad im Nordatlantik nicht mehr kälter wird, die Stürme sich also nicht abschwächen, dann ist eine Hurrikan-Saison in Europa irgendwann in Zukunft rein theoretisch möglich. Sie verlieren dann ihren Charakter als „tropische Stürme“, weil sie dann weit entfernt vom Äquator sind und sich die Physik dort ändert. Aber dass solche Stürme häufiger als jetzt nach Europa kommen, ist wahrscheinlich.

 Was man vielleicht dazu sagen sollte:

Die Wassertemperatur alleine entscheidet nicht, ob Hurrikane zum Major oder gar Cat-5-Hurrikan werden, sondern auch, wie kräftig die Windscherung in der Höhe ist. Das hufeisenförmige Abdrehen von Tropenstürmen auf dem Nordwestatlantik nach Nordosten wird auch als recurvature bezeichnet. Es wird durch die Höhenströmung begünstigt.

Typischerweise nimmt die Höhenströmung auf dem Nordatlantik im Bereich der Jetstreams jedoch stark zu und verhindert damit, dass ein Hurrikan unter Beibehaltung seiner tropischen Eigenschaften auf Europa trifft („Physikänderung“).

Es gibt jedoch drei Ausnahmen von dieser Regel:

  1. Außertropische Umwandlung eines Tropensturms in ein Sturmtief:

Meist drehen die Hurrikane in der Region von Florida nach Nordosten ab und gliedern sich zwischen Neufundland und Azoren, seltener auch im Bereich der Kanarischen Inseln, wieder in die Frontalzone ein. Es bilden sich nachfolgend Frontensysteme aus, der Tropensturm wird damit zum gewöhnlichen Sturmtief der gemäßigten Breiten. Die tropischen Eigenschaften bleiben dennoch vorhanden, weil sehr viel latente Wärme freigesetzt werden kann und Schauer/Gewitterwolken entstehen.

Diese Umwandlungen kommen immer wieder vor, sofern die Hurrikansaison nicht so schwach ist wie in den vergangenen Jahren.

2. Umwandlungen von außertropischen Tiefdruckgebieten in tropische Stürme

Das geschieht meist im Oktober oder November, wenn vom Nordatlantik bis zu den Azoren und den Kanarischen Inseln die ersten Kaltluftvorstöße stattfinden. Die Tröge schnüren sich dann in weiterer Folge ab und bilden ein abgeschlossenes Höhentief. Der vertikale Temperaturunterschied zwischen der Höhenkaltluft und dem vergleichsweise warmen Atlantik kompensiert dann die geringeren Wassertemperaturen selbst (meist deutlich unter 26°C). Die Stürme sind zudem weniger anfällig für eine lebhafte Höhenströmung, weil sie durch die geringere Energie nicht so weit in die Höhe wachsen.

Beispiele: Delta, Epsilon, Vince, Zeta (alle 2005)

Hurrikan VINCE erreichte die Iberische Halbinsel am 11. Oktober 2005, der erste Hurrikan seit 1842, der die spanische Küste erreichte.

Ein weiteres Beispiel ist Tropensturm GRACE, der vom 4.-6. Oktober 2009 existierte. Er besaß rund 26 Stunden lang ein Auge. So weit nordöstlich wurde bis dahin noch nie Tropensturmbildung beobachtet. Am 6. Oktober zog GRACE unter Auflösung knapp südlich an Irland vorbei.

3. Tropische bzw. Subtropische Stürme im Mittelmeer

Diese auch als Medicanes bekannten Stürme bilden sich wie bei 2. meist durch eingeschlossene Kaltluft in höheren Luftschichten. Sie sind aufgrund des begrenzten Warmwasserreservoirs des Mittelmeers meist viel kleiner als atlantische Tropenstürme und erreichen selten Kategorie 1.

Beispiele: 16. Januar 1995, 27. Oktober 2005, 26. Januar 1982, 26. September 2006, ROLF am 8. November 2011 (auf Wikipedia gibt es dazu Satellitenbilder) sowie zahlreiche weitere Beispiele.

In Summe ist es also bereits jetzt der Fall, dass Tropenstürme direkt oder indirekt Europa betreffen. Um allerdings den weiten Weg von der Karibik bis zum Ostatlantik zu bewältigen, benötigen sie eben nicht nur ausreichend Energie, sondern auch die passende Höhenströmung, die aber nicht zu stark sein darf, weil der Wirbel sonst instabil wird bzw. in ein außertropisches Sturmtief umgewandelt wird.

 

 

 

Mexiko: Der „abgesagte“ Monstersturm

Hurrikan PATRICIA war der stärkste Tropensturm im Ostpazifik seit Aufzeichnungsbeginn. Mit 879 hPa Kerndruck lag er aber immer noch 10 hPa über dem stärksten Tropensturm überhaupt (Taifun TIP hatte 870 hPa).

Dabei verstärkte sich „Patricia“ innerhalb von nur 24 Stunden von einem Tropischen Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie 5. Dies wurde bisher erst einmal beobachtet, nämlich beim Hurrikan „Linda“ 1997.

Quelle: http://www.saevert.de/ostpazifik/2015/2patricia.htm

Unmittelbar vor Annäherung an die mexikanische Küste hatte der Hurrikan Kategorie 5 und Windspitzen bis 400 km/h, was nach der alten Fujita-Skala einem ausgewachsenen F4-Tornado entspräche. Zudem herrschte mit 325 km/h der stärkste bekannte Mittelwind eines Tropensturms. Der bevorstehende Landfall wurde in den möglichen Auswirkungen bereits mit Taifun HAIYAN auf den Philippinen verglichen, der 6000 Tote forderte.

Plötzlich verbreitete sich die Meldung, der Monster-Hurrikan sei „abgesagt“, so wie eine Veranstaltung abgesagt wird. Aber hat er sich wirklich von einer Presseagenturmeldung auf die andere aufgelöst oder was geschah wirklich?

Weil der Hurrikan eine sehr eng begrenzte und darum so rasch rotierende Augenwand besaß, betrafen die Zerstörungen nur ein relativ kleines Gebiet und zudem eine verhältnismäßig gering bevölkerte Region. Der Landfall fand am frühen Freitagabend, 23.10.15, bei Cuixmala statt, einem Luxus-Rückzugsort. Die Windgeschwindigkeiten betrugen dabei rund 260 km/h. Allerdings dehnen sich die absoluten Windspitzen nicht weiter als 25 km um das Auge herum aus. Die nächste Großstadt mit mehr als 100 000 Einwohnern, Manzanillo, befand sich gut 50 km entfernt.

Wie zerstörerisch sich ein Hurrikan auswirkt, hängt weniger von seiner schieren Größe als von den Umgebungsbedingungen ab. Beispielsweise hatte sich der verheerende Hurrikan KATRINA beim Landfall über New Orleans schon auf Kategorie 1-2 abgeschwächt. Doch sorgten die beständig starken Winde für eine starke Sturmflut, nachfolgend kam der intensive Regen hinzu, dessen Fluten nicht so schnell ablaufen konnten. Auch Hurrikan SANDY bei New York war nicht von extremer Stärke, aber die Windrichtung passte genau, um eine Sturmflut zu erzeugen.

In den betroffenen Regionen verursachte PATRICIA sehr wohl für massive Zerstörungen, wie rund 3500 zerstörte Häuser, Erdrutsche, Überflutungen und Stromausfälle, die über 230 000 Bewohner betrafen, nur eben nicht in den dicht bevölkerten Regionen.

Mexikos Behörden bereiteten sich zudem vorbildlich und umfassend auf den Landfall vor, sodass vorbeugende Maßnahmen hier weitere Opfer verhindert haben. Auch die Küstentopographie hat eine markante Sturmflut verhindert, da hier große Gebiete an seichten Gewässern fehlen.

Der gewichtigste, aber auch schon lange vorher absehbare Grund für eine rasche Auflösung ist aber das breite, hochreichende Gebirge, das die innere Zirkulation des Hurrikans rasch zerstört hat. Die Kombination aus heftigem Wind gegen die Berge und starker Feuchtezufuhr bringt bei längerem Aufenthalt dann den gefürchteten, unwetterartigen Stauregen. Eingelagerte Gewitter können strichweise für enorme Regenmengen sorgen. Allerdings zog der Hurrikan recht zügig landeinwärts mit rund 30-35 km/h, weshalb sich die akkumulierten Mengen insgesamt in Grenzen hielten.

p.7day.figa

Quelle: http://www.smythweather.net/precipitation-map/precip-totals-map.php

Insgesamt sogar mehr Niederschlag zeichnet sich derzeit für Texas ab, wo stellenweise bereits bis zu 20 inch (rund 500 mm) gefallen sind, also etwa jene Mengen, die ursprünglich für die mexikanische Westküste vorhergesagt waren. regenmengen_usa

Quelle: http://water.weather.gov/precip/

Der wetterbestimmende Rest von PATRICIA zieht jetzt allerdings nach Osten ab, dann folgt eine kurze Verschnaufpause, ehe am Wochenende das nächste, allerdings außertropische Tiefdruckgebiet neuerlich für heftige Regenfälle in Texas und angrenzende Regionen sorgt.

Zusammenfassung:

Hurrikan PATRICIA hat ein paar Rekorde für den Ostpazifik aufgestellt, wie niedrigster Kerndruck und höchster registrierter Mittelwind. Ebenso war es die zweitschnellste Intensivierung seit Aufzeichnungsbeginn. Es ist dem verhältnismäßig schmalen Starkwindband, der raschen Zuggeschwindigkeit und der geringen Bevölkerungsdichte im Gebiet des Landfalls, aber auch den gut organisierten Vorbereitungsmaßnahmen der Behörden zu verdanken, dass sich eine Katastrophe wie auf den Philippinen nicht wiederholt hat. Starke Schäden hat es dennoch gegeben, und „abgesagt“ ist daher eine unzutreffende Zuschreibung.

Quellen:

Gonzalo immer noch ein Hurrikan?

Tropensturm GONZALO war eine echte Überraschung für viele Vorhersager tropischer Zyklone, denn der Sturm mauserte sich rasch zu einem Kategorie-4-Hurrikan, also einem Hurrikan der zweitstärksten Stufe, der erste auf dem Atlantik übrigens seit 2011. Er entstand am 12. Oktober 2014 östlich der Kleinen Antillen und wandelte sich im Laufe des 19. Oktobers beim Vorbeizug an Neufundland in ein außertropisches Sturmtief um.

Dieses außertropische Sturmtief EX-GONZALO überquerte Großbritannien am 21. Oktober, die Kaltfront zog am Nachmittag und Abend mit Pauken und Trompeten auch über Deutschland und den Alpenraum hinweg. Den ehemaligen (!) tropischen Eigenschaften der Luftmasse, d.h. sehr feucht und instabil geschichtet, ist es zu verdanken, dass für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Gewitter mit Kaltfrontpassage (und bereits davor) auftraten. Als Tropensturm oder gar Hurrikan wurde das Tief zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr geführt. Es fehlte im Warmsektor auch gänzlich der für kräftige Orkantiefs typische Sturm im Flachland noch erreichte eine Wetterstation im Flachland einen 10-minütigen Mittelwind von 117 km/h. Hurrikan trifft damit auch im wortwörtlichen Sinn (hurricane = Orkan) nicht auf dieses Tiefdruckgebiet zu.

Trotzdem gibt die APA eine Presseaussendung heraus, die lautet …

Ausläufer des Hurrikans „Gonzalo“ [….]

Die PA wird ungeprüft von zahlreichen Zeitungen übernommen und zwar abgewandelt, aber die entscheidende Falschaussage bleibt überall bestehen:

Im Standard:

Ausläufer des Hurrikans „Gonzalo“ zogen in Form einer Kaltfront von Westen her über das Bundesgebiet

Quelle: http://derstandard.at/2000007142572/Wettersturz-in-Oesterreich

Im Hamburger Abendblatt:

Ausläufer von Hurrikan „Gonzalo“ fordern erste Opfer

Eine Frau wurde von einem Baum erschlagen. Hurrikan „Gonzalo“ behindert den Flugverkehr. In der Nacht ist auch Hamburg betroffen.

Quelle: http://www.abendblatt.de/vermischtes/article133504625/Auslaeufer-von-Hurrikan-Gonzalo-fordern-erste-Opfer.html

Im ORF:

Ausläufer des Hurrikans „Gonzalo“ waren über Großbritannien hinweggefegt.

Quelle: http://orf.at/stories/2250537/

In der NZZ:

Vom Waadtland bis nach St. Gallen haben Ausläufer des Hurrikans «Gonzalo» am Dienstagabend für Feuerwehr- und Polizeieinsätze gesorgt.

Quelle: http://www.nzz.ch/panorama/auf-orkanboeen-folgen-die-schneeflocken-1.18408829

In der FAZ:

Die Ausläufer des Hurrikans „Gonzalo“ bremsen Flugreisende in Großbritannien.

Quelle: http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/hurrikan-gonzalo-auslaeufer-in-grossbritannien-flugausfaelle-13221451.html

In der NOZ:

Am Nachmittag wird der heftige Sturm – ein Ausläufer des Hurrikans „Gonzalo“ – das Hochwasser dann noch einmal gegen 14 Uhr an der Elbmündung steigen lassen.

Quelle: http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/516268/orkanboen-in-niedersachsen-aber-sturmflut-bleibt-aus-1

Ausläufer ist übrigens kein meteorologischer Fachbegriff, sondern umgangssprachlich bzw. für Laien anschaulich ein anderer Begriff für Front oder Frontensystem. Man spricht auch von Frontenausläufern oder für Ausläufer (meist) anstelle einer Kaltfront. So sorgte auch dieses Mal, von dem anhaltenden Sturm an der Nordsee abgesehen, die Kaltfront überwiegend für die Spitzenböen in Mitteleuropa. Hurrikane besitzen aber per definitionem keine Kaltfront, sondern bestehen im Reifestadium aus Schauer- und Gewitterbändern. Diese können zwar optisch wie eine Kaltfront aussehen, führen aber keinen Luftmassenwechsel herbei. Die Kaltfront gestern abend brachte aber einen markanten Temperatursturz, der wiederum typisch für eine Sturmtiefpassage der gemäßigten Breiten ist.

Die Medien hätten also schreiben müssen:

„Ausläufer eines Sturmtiefs, das aus dem ehemaligen Hurrikan GONZALO hervorging, brachten ….“